N3tzwerk unterstützt den „Branchendialog Automobil“ in Thüringen

In Thüringen wird der Wandel in der Automobilindustrie ein Schwerpunktthema der dortigen Wirtschaftspolitik. „Wir starten einen breit angelegten ‚Branchendialog‘ zur Zukunft der Zulieferindustrie in Thüringen“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee beim Weimarer Wirtschaftsforum Ende Mai. Initiiert vom Wirtschaftsministerium und dem im letzten Jahr gegründeten Thüringer Bündnis für Industrie, soll dieser Branchendialog alle relevanten Akteure aus Unternehmen, Gewerkschaften und Hochschulen in Thüringen zusammenbringen, um neue Ideen für die Bewältigung des Strukturwandels in der Automobilwirtschaft zu entwickeln.

Der „Branchendialog Automobil“ wurde im Rahmen eines Workshops auf dem Weimar Wirtschaftsforum gestartet. Der Workshop wurde vom Geschäftsführer des N3tzwerks Zukunft der Industrie, Armin Schild geleitet. Mit ihm diskutierten Prof. Dr. Klaus Dörre – Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Roland L. Emig – Geschäftsführer der Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH, Dr. Michael Militzer – Vorsitzender des Vorstandes der auto-motive Thüringen e.V. und Michael Bätz – Niederlassungsleiter Ernst & Young Region Sachsen-Thüringen. Weiterlesen

Freistaat Thüringen sucht Antworten für Wandel in der Automobilindustrie

Der Wandel in der Automobilindustrie rückt künftig noch stärker in den Fokus der Thüringer Wirtschaftspolitik. „Wir starten einen breit angelegten ‚Branchendialog‘ zur Zukunft der Zulieferindustrie in Thüringen“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee beim Weimarer Wirtschaftsforum. Initiiert vom Wirtschaftsministerium und dem im letzten Jahr gegründeten Thüringer Bündnis für Industrie, soll dieser Branchendialog alle relevanten Akteure aus Unternehmen, Gewerkschaften und Hochschulen in Thüringen zusammenbringen, um neue Ideen für die Bewältigung des Strukturwandels in der Automobilwirtschaft zu entwickeln. Klicken Sie hier um den gesamten Artikel zu lesen (externer Link).

Milliardenplan für Innovationen

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries will mit einem milliardenschweren Innovationsprogramm für den Mittelstand die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöhen. Mit steuerlichen Anreizen und anderen Finanzhilfen in Höhe von 750 Millionen Euro jährlich soll vor allem der Mittelstand  gefördert werden. Unternehmen mit weniger als 1000 Beschäftigten sollen zehn Prozent der Personalkosten im Bereich Forschung und Entwicklung steuerlich absetzen können. Auch soll ein Gründerfonds aufgelegt werden. Hintergrund ist die zurückgehende Innovationsquote vor allem im Mittelstand. Gegenüber den 90er Jahren ist die Quote von 50 Prozent auf 35 Prozent gesunken.

Klicken Sie hier um zur Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu gelangen.

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann fordert anlässlich der aktuellen Steuerschätzung des Bundesfinanzministers die Überschüsse gezielt für die steuerliche Forschungsförderung zu nutzen.

3. Treffen „Regionale Industriebündnisse“

Am 5. April 2017 kamen auf Einladung des N3tzwerk Zukunft der Industrie zum dritten Mal die Vertreter zahlreicher regionaler Industriebündnisse oder –dialoge zusammen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und zu diskutieren. Der DIHK, als Mitgliedsorganisation des N3tzwerks, hatte dazu die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Dr. Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer sprach zu Beginn ein Grußwort und erläuterte, wie wichtig die Vernetzung der Akteure, vor Ort in den Regionen und Kommunen, aber auch bundesweit sei. Dazu dienten die regelmäßigen Treffen der Industriedialoge.

Das BMWI unterstützt mit einem eigenen Projekt den Gesellschaftlichen Dialog in den Regionen. Das N3tzwerk Zukunft der Industrie, die Prognos AG und Operations Apps werden in diesem Jahr in sechs Regionen die Arbeit von Industriedialogen begleiten, auswerten und unterstützen. Prognos wird eine Liste der regionalen Industrieinitiativen und –bündnisse erstellen, Good-Practice-Kriterien für die erfolgreiche Arbeit regionaler Initiativen entwickeln und Good-Practice-Beispiele Identifizieren und beschreiben. Weiterlesen

Wir brauchen eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur – Handlungsempfehlung der Arbeitsgruppe 2 „Investitionsstarke Industrie“

Die Problematik ist dringlich: In vielen Regionen müssen Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur modernisiert werden, um industrielle Standorte in Deutschland langfristig nicht zu gefährden und Investitionen zu fördern. Die Infrastruktur, die Schlagader industrieller Wertschöpfungsnetzwerke, ist in vielen Regionen verstopft. Zu lange hat Deutschland zu wenig in seine Infrastruktur investiert. Selbst wenn Geld verfügbar ist und Umsetzungskonzepte erarbeitet sind, werden viele Maßnahmen viel zu langsam umgesetzt. Die Folgen werden jetzt spürbar.

Brückensperrungen, über 100 Jahre alte marode Schleusen, kaputte Schienenwege – das alles sind Zeichen des schleichenden Verfalls. Die Verkehrsinfrastruktur am Wirtschaftsstandort Deutschland ist in vielen Regionen in die Mittelmäßigkeit abgerutscht. Es muss jetzt kurzfristig etwas geschehen!

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) schätzt den kommunalen Investitionsstau auf rund 120 Milliarden Euro. Der Handlungsdruck für die Städte und Gemeinden ist daher enorm, vor allem angesichts des prognostizierten weiteren Verkehrszuwachses.

Nach Aussage von Wirtschaftsverbänden müssen über 10.000 kommunale Straßenbrücken bis 2030 ersetzt werden.

Klicken Sie hier um die Handlungsempfehlung der Arbeitsgruppe 2 „Investitionsstarke Industrie“ zu den Problemen der Infrastruktur und in Deutschland und möglichen Lösungsansätzen zu lesen.

Mehr Investitionen in eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur

Berlin. Anlässlich der aktuellen Debatte um die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur und einem drohenden Engpass an baureifen Projekten hat das Bündnis Zukunft der Industrie Forderungen an die Bundesregierung und die politischen Parteien gestellt.

In der Arbeitsgruppe sind Arbeitgeber- und Industrieverbände, Kammern und die Industriegewerkschaften vertreten. Sie fordern eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, um industrielle Standorte in Deutschland langfristig nicht zu gefährden und Investitionen zu fördern. Die Infrastruktur, die Schlagader industrieller Wertschöpfungsnetzwerke, sei in vielen Regionen verstopft. Zu lange habe Deutschland zu wenig in seine Infrastruktur investiert. Selbst wenn die finanziellen Mittel verfügbar und Umsetzungskonzepte erarbeitet seien, würden viele Maßnahmen viel zu langsam umgesetzt. Die Folgen würden jetzt spürbar. Der Investitionsstau beeinträchtige bereits heute zahlreiche Industrieunternehmen und Arbeitnehmer, zum Beispiel durch längere Transportwege oder Fahrzeiten. Eine Umfrage unter Industrieunternehmen ergab, dass Infrastrukturmaßnahmen zu den drei wichtigsten Faktoren für die Verbesserung ihrer Investitionsbedingungen zählen.

Das Bündnis sieht drei konkrete Handlungsfelder:

  1. Eine bedarfsgerechte Aufstockung der Finanzmittel
  2. Eine effiziente Mittelverwendung und qualitativ hochwertige Umsetzung
  3. Einen integrierten Ansatz bei der Verkehrsinfrastruktur

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Industriegewerkschaften Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erklären als Mitgliedsorganisationen des Bündnis Zukunft der Industrie:

Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB): „Über 10.000 kommunale Straßenbrücken müssen bis 2030 ersetzt werden. Das sind rund 15 Prozent der insgesamt 66.700 kommunalen Straßenbrücken in ganz Deutschland. Darüber hinaus befindet sich jede zweite Brücke in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Die Zeit drängt. Wir müssen jetzt investieren und sanieren, damit unser starker Wirtschaftsstandort nicht durch eine marode Infrastruktur gefährdet wird.“

Dietmar Schäfers, stellvertretender IG BAU-Vorsitzender und Co-Leiter der Arbeitsgruppe „Investitionsstarke Industrie“ des Bündnisses „Zukunft der Industrie“: „Auch deswegen ist eine Aufstockung der Verkehrsinfrastrukturausgaben um insgesamt rund fünf Milliarden Euro über alle staatlichen Ebenen sinnvoll. Gleichzeitig muss bei der Vergabe von Verkehrsinfrastrukturprojekten noch stärker darauf geachtet werden, dass der wirtschaftlichste Anbieter zum Zuge kommt und nicht der billigste. Dies wurde auch im gerade reformierten Vergaberecht verankert. Deswegen regen wir eine gemeinsame Arbeitsgruppe an, die konkretisierende Kriterien für eine faire und wirtschaftliche Auftragsvergabe entwickelt.“

Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA: „Die VDMA-Mitglieder monieren, dass durch die seit Jahren immer schlechter und maroder werdende Infrastruktur und durch die notwendigen Reparaturmaßnahmen bei der Organisation von Schwertransporten große Umwege in Kauf genommen werden müssen. Dies gilt auch für die Erreichbarkeit von Umschlagplätzen, wenn alternative Verkehrsträger wie Binnenschiffe oder die Schiene genutzt werden sollen.“

Dr. Achim Dercks, stellvertretende Hauptgeschäftsführer des DIHK: „Für eine hoch entwickelte, arbeitsteilige Volkswirtschaft sind leistungsfähige Verkehrswege unverzichtbar. Um den Industriestandort Deutschland dauerhaft zu sichern, sollten Engpässe beseitigt und marode Verkehrswege saniert werden. Hierzu brauchen wir eine verlässliche und ausreichende Finanzierung. Ebenso wichtig sind professionelle Planungskapazitäten, damit die Mittel auch verbaut werden können.“

Hier finden Sie die Pressemiteilung auch noch einmal als PDF-Datei.