Bewertung der Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU/CSU und SPD

Die Mitgliedorganisationen des N3tzwerks Zukunft der Industrie e.V. haben ihre Forderungen gegenüber einen neuen Bundesregierung konkretisiert und Stellung genommen. Hier eine Übersicht der Stellungnahmen: 

Arbeitgeberpräsident Kramer kritisiert, dass das Sondierungsergebnis wenig für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit liefere, was auf dem Tisch liege sei kein großer Zukunftsvertrag, der im Kern wenig für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft leiste. https://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/id/2D7ACCB58A839759C12582130047234D?open&ccm=200017

BDI-Präsident Dieter Kempf fehlt die Vision, in welche Richtung die künftige Regierung gestalten will. Besonders beim Thema Digitalisierung müsse es deutliche Verbesserungen geben. Er fordert mehr Tempo bei der Digitalisierung. „Wir gehen davon aus, dass in der Koalitionsvereinbarung deutlichere Impulse stehen werden“, so Kempf. https://bdi.eu/#/artikel/news/sondierungsergebnisse-nur-ein-minimum-erwartbarer-vorschlaege/

Der Einstieg in eine steuerliche Forschungsförderung für den Mittelstand sei nicht ausreichend, erforderlich sei ein „besseres Umfeld für Innovationen und Investitionen, ein Neustart für die Finanzierung der Energiewende und die Modernisierung der digitalen und klassischen Infrastruktur, sagte der VCI-Hautgeschäftsführer Utz Tillmann. https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/industriepolitik-braucht-staerkeren-kern-in-koalitionsverhandlungen-bewertung-abschluss-sondierungen-fuer-grosse-koalition.jsp

DIHK-Präsident Eric Schweitzer: „Das Sondierungsergebnis zeigt, dass vor den Koalitionären in spe noch viel Arbeit liegt. Bei aller Kritik hoffen die Unternehmen, dass am Ende eine stabile Regierung steht. Denn Planungssicherheit ist das oberste Gut bei Investitionen.“ https://www.dihk.de/themenfelder/wirtschaftspolitik/news?m=2018-01-15-schweitzer-sondierung-faz

Die Gewerkschaften wollen eine deutliche Nachbesserung in den Koalitionsgesprächen gegenüber den Sondierungsergebnissen. Dem Sondierungsergebnis mangele es an grundlegenden und überzeugenden politischen Zielen für die Transformation in eine digitale und nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft: Die zentrale Rolle der Industrie und der Erwerbsarbeit für die Fortentwicklung des Sozialstaats müsse klar benannt werden. Statt überzeugender politischer Zielsetzung beschränke sich die Sondierung bisher auf Einzelmaßnahmen, so die IG Metall. https://www.igmetall.de/Sondierung-GroKo-26562.htm

Die IG BCE sieht in dem Papier eine Annäherung an den von der IG BCE eingeforderten Realismus in der Industrie- und Energiepolitik – etwa mit dem Vorhaben, Forschungs- und Investitionsprojekte stärker zu fördern und den Umbau der Energieversorgung sozial verantwortlich zu gestalten. Gleichwohl bleibe das Sondierungspapier hier teils widersprüchlich, sagte IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. https://www.igbce.de/xxii-1-sondierungsergebnisse-von-union-und-spd/160940?highlightTerms=&back=

 

 

 

 

4. Treffen regionale Industrie-Initiativen

Im Mittelpunkt des 4. Treffen der regionalen Industrie-Initiativen standen die Vorstellung der Industrie-Initiativen  „Masterplans Industrie der Stadt Hamburg“ und „Zukunft durch Industrie – Krefeld. Die Initiative in Krefeld versteht sich als „Bürgerinitiative der Industrie“ im Dialog mit unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen, um mehr Transparenz und ein gemeinsames Verständnis zu erreichen. In Krefeld finden dazu zahlreiche Veranstaltungen statt, wie beispielsweise Wettbewerbe mit Hochschulen, de Lange Nacht der Industrie oder „Krefeld im Dialog“. Mehr erfahren Sie unter www.industrie-krefeld.de

Der Masterplan Industrie Stadt Hamburg besteht seit 2007. Akteure sind der Senat der Stadt
Hamburg, der Industrieverband Hamburg, die Handelskammer Hamburg und der DGB Nord.
Das Ziel ist den gesellschaftlichen Wert der Industrie zu verdeutlichen. Die sieben
Handlungsfeldern reichen von Flächennutzung, Verkehrsinfrastruktur, Innovation, Umwelt,  
Energie, Fachkräfte und Akzeptanz.
Weiteres Informationsmaterial:
Präsentation Krefeld
Präsentation Masterplan Industrie der Stadt Hamburg 2017 Masterplan Industrie Hamburg

Bündnis will Akzeptanz für die Industrie verbessern

Was ist zu tun, damit Deutschland auch künftig ein erfolgreiches Industrieland bleibt? Im „Bündnis Zukunft der Industrie“ suchen Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam nach Antworten. Eines ihrer Themen: die berufliche Bildung.

Der Artikel in der Mitbestimmung beschäftigt sich mit dem Aktionsprogramm Berufsschule 2020 und enthält ebenfalls ein Interview mit Armin Schild, einem der beiden Geschäftsführer des N3tzwerks.

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Berufsschule der Zukunft darf nicht Stiefkind der Bildungspolitik sein

Aktionsprogramm des Bündnis Zukunft der Industrie

In einem Aktionsprogramm Berufsschule 2020 hat das Bündnis Zukunft der Industrie seine Forderungen für die berufliche Bildung in Deutschland gegenüber der künftigen Bundesregierung formuliert. Wer die duale Ausbildung stärken wolle, muss jetzt in die Modernisierung und bessere technische Ausstattung der Berufsschulen investieren, sagten Stefan Körzell, DGB-Bundesvorstandsmitglied, und Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der BDA, anlässlich des Forums Industriepolitik an der  Frankfurter Paul-Ehrlich Berufsschule. Die Berufsschulen dürfen nicht Stiefkinder der Bildungspolitik bleiben, sondern  Stätten des Wissenstransfers mit bester digitaler Infrastruktur, modernen Werkbänken und Lehrkräften, die in enger Kooperation mit Ausbildungsbetrieben stehen. Weiterlesen

Broschüre zum gesellschaftlichen Dialog zur Zukunft der Industrie

Die Zukunft der Industrie in Deutschland ist überraschend unsicher. Zum einen führen Digitalisierung, veränderte globale Markt-, Handels- und Vernetzungsbedingungen industriepolitische Strategien z.B. in China und den USA, demografische Entwicklungen, neue Mobilitätskonzepte und nicht zuletzt die Anforderungen des Klimaschutzes zu einem tiefgreifenden Strukturwandel. Zum anderen nimmt die Kenntnis der Leistungen von Industrieprodukten, Betrieben und ihrer Mitarbeiter für das Gemeinwohl wie das Alltagsleben ab. Damit steigt die Notwendigkeit, aktiv Akzeptanz und Anerkennung zu fördern.

Industriepolitische Dialoge und ihre positiven Wirkungen sind jedoch noch zu wenig bekannt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat daher das Projekt „Gesellschaftlicher Dialog zur Zukunft der Industrie“ in Auftrag gegeben, mit dem Industriedialoge in ausgewählten Modellregionen initiiert, unterstützt und durchgeführt werden. Damit fördert das Ministerium Dialogprozesse zur Zukunft der Industrie nicht nur auf der Bundesebene, sondern auch auf der Länder- und regionalen Ebene.

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