3. Treffen „Regionale Industriebündnisse“

Am 5. April 2017 kamen auf Einladung des N3tzwerk Zukunft der Industrie zum dritten Mal die Vertreter zahlreicher regionaler Industriebündnisse oder –dialoge zusammen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und zu diskutieren. Der DIHK, als Mitgliedsorganisation des N3tzwerks, hatte dazu die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Dr. Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer sprach zu Beginn ein Grußwort und erläuterte, wie wichtig die Vernetzung der Akteure, vor Ort in den Regionen und Kommunen, aber auch bundesweit sei. Dazu dienten die regelmäßigen Treffen der Industriedialoge.

Das BMWI unterstützt mit einem eigenen Projekt den Gesellschaftlichen Dialog in den Regionen. Das N3tzwerk Zukunft der Industrie, die Prognos AG und Operations Apps werden in diesem Jahr in sechs Regionen die Arbeit von Industriedialogen begleiten, auswerten und unterstützen. Prognos wird eine Liste der regionalen Industrieinitiativen und –bündnisse erstellen, Good-Practice-Kriterien für die erfolgreiche Arbeit regionaler Initiativen entwickeln und Good-Practice-Beispiele Identifizieren und beschreiben. Weiterlesen

Wir brauchen eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur – Handlungsempfehlung der Arbeitsgruppe 2 „Investitionsstarke Industrie“

Die Problematik ist dringlich: In vielen Regionen müssen Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur modernisiert werden, um industrielle Standorte in Deutschland langfristig nicht zu gefährden und Investitionen zu fördern. Die Infrastruktur, die Schlagader industrieller Wertschöpfungsnetzwerke, ist in vielen Regionen verstopft. Zu lange hat Deutschland zu wenig in seine Infrastruktur investiert. Selbst wenn Geld verfügbar ist und Umsetzungskonzepte erarbeitet sind, werden viele Maßnahmen viel zu langsam umgesetzt. Die Folgen werden jetzt spürbar.

Brückensperrungen, über 100 Jahre alte marode Schleusen, kaputte Schienenwege – das alles sind Zeichen des schleichenden Verfalls. Die Verkehrsinfrastruktur am Wirtschaftsstandort Deutschland ist in vielen Regionen in die Mittelmäßigkeit abgerutscht. Es muss jetzt kurzfristig etwas geschehen!

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) schätzt den kommunalen Investitionsstau auf rund 120 Milliarden Euro. Der Handlungsdruck für die Städte und Gemeinden ist daher enorm, vor allem angesichts des prognostizierten weiteren Verkehrszuwachses.

Nach Aussage von Wirtschaftsverbänden müssen über 10.000 kommunale Straßenbrücken bis 2030 ersetzt werden.

Klicken Sie hier um die Handlungsempfehlung der Arbeitsgruppe 2 „Investitionsstarke Industrie“ zu den Problemen der Infrastruktur und in Deutschland und möglichen Lösungsansätzen zu lesen.

Mehr Investitionen in eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur

Berlin. Anlässlich der aktuellen Debatte um die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur und einem drohenden Engpass an baureifen Projekten hat das Bündnis Zukunft der Industrie Forderungen an die Bundesregierung und die politischen Parteien gestellt.

In der Arbeitsgruppe sind Arbeitgeber- und Industrieverbände, Kammern und die Industriegewerkschaften vertreten. Sie fordern eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, um industrielle Standorte in Deutschland langfristig nicht zu gefährden und Investitionen zu fördern. Die Infrastruktur, die Schlagader industrieller Wertschöpfungsnetzwerke, sei in vielen Regionen verstopft. Zu lange habe Deutschland zu wenig in seine Infrastruktur investiert. Selbst wenn die finanziellen Mittel verfügbar und Umsetzungskonzepte erarbeitet seien, würden viele Maßnahmen viel zu langsam umgesetzt. Die Folgen würden jetzt spürbar. Der Investitionsstau beeinträchtige bereits heute zahlreiche Industrieunternehmen und Arbeitnehmer, zum Beispiel durch längere Transportwege oder Fahrzeiten. Eine Umfrage unter Industrieunternehmen ergab, dass Infrastrukturmaßnahmen zu den drei wichtigsten Faktoren für die Verbesserung ihrer Investitionsbedingungen zählen.

Das Bündnis sieht drei konkrete Handlungsfelder:

  1. Eine bedarfsgerechte Aufstockung der Finanzmittel
  2. Eine effiziente Mittelverwendung und qualitativ hochwertige Umsetzung
  3. Einen integrierten Ansatz bei der Verkehrsinfrastruktur

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Industriegewerkschaften Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erklären als Mitgliedsorganisationen des Bündnis Zukunft der Industrie:

Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB): „Über 10.000 kommunale Straßenbrücken müssen bis 2030 ersetzt werden. Das sind rund 15 Prozent der insgesamt 66.700 kommunalen Straßenbrücken in ganz Deutschland. Darüber hinaus befindet sich jede zweite Brücke in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Die Zeit drängt. Wir müssen jetzt investieren und sanieren, damit unser starker Wirtschaftsstandort nicht durch eine marode Infrastruktur gefährdet wird.“

Dietmar Schäfers, stellvertretender IG BAU-Vorsitzender und Co-Leiter der Arbeitsgruppe „Investitionsstarke Industrie“ des Bündnisses „Zukunft der Industrie“: „Auch deswegen ist eine Aufstockung der Verkehrsinfrastrukturausgaben um insgesamt rund fünf Milliarden Euro über alle staatlichen Ebenen sinnvoll. Gleichzeitig muss bei der Vergabe von Verkehrsinfrastrukturprojekten noch stärker darauf geachtet werden, dass der wirtschaftlichste Anbieter zum Zuge kommt und nicht der billigste. Dies wurde auch im gerade reformierten Vergaberecht verankert. Deswegen regen wir eine gemeinsame Arbeitsgruppe an, die konkretisierende Kriterien für eine faire und wirtschaftliche Auftragsvergabe entwickelt.“

Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA: „Die VDMA-Mitglieder monieren, dass durch die seit Jahren immer schlechter und maroder werdende Infrastruktur und durch die notwendigen Reparaturmaßnahmen bei der Organisation von Schwertransporten große Umwege in Kauf genommen werden müssen. Dies gilt auch für die Erreichbarkeit von Umschlagplätzen, wenn alternative Verkehrsträger wie Binnenschiffe oder die Schiene genutzt werden sollen.“

Dr. Achim Dercks, stellvertretende Hauptgeschäftsführer des DIHK: „Für eine hoch entwickelte, arbeitsteilige Volkswirtschaft sind leistungsfähige Verkehrswege unverzichtbar. Um den Industriestandort Deutschland dauerhaft zu sichern, sollten Engpässe beseitigt und marode Verkehrswege saniert werden. Hierzu brauchen wir eine verlässliche und ausreichende Finanzierung. Ebenso wichtig sind professionelle Planungskapazitäten, damit die Mittel auch verbaut werden können.“

Hier finden Sie die Pressemiteilung auch noch einmal als PDF-Datei.

Frank Iwer folgt auf Markus Kerber

Frank Iwer, neuer Vorsitzende

Berlin. Die Vorstandsvertreter der 16 Mitgliedsorganisationen des N3tzwerks Zukunft der Industrie haben am Dienstag Frank Iwer zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt. Der Leiter Koordinierung und strategische Planung für den Vorstand der IG Metall löst BDI-Hauptgeschäftsführer Dr. Markus Kerber ab. Als stellvertretender Vorstandsvorsitzender wurde Dr. Joachim Lang benannt, der im April Kerber als Hauptgeschäftsführer beim BDI folgt.

Frank Iwer: „Das Bündnis Zukunft der Industrie und das N3tzwerk sind europaweit einzigartig: Industrie- und Arbeitgeberverbände, Industriegewerkschaften, Kammern und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) arbeiten an den Herausforderungen für unsere Industrie. Zusammen sind wir so in der Lage, wichtige Weichenstellungen für die Industrie voran zu bringen.“

Dr. Joachim Lang, stellvertretender Vorsitzender

In sechs Themenfeldern haben die Bündnispartner gemeinsame Positionen entwickelt. Sie beinhalten Forderungen an eine moderne Infrastruktur, die Gestaltung der Energie und Mobilitätswende, die digitale Vernetzung, flexible Arbeitszeitmodelle und die Gestaltung des demografischen Wandels in einer Arbeitswelt von morgen. Eine weitere Aufgabe des N3tzwerks ist es den Dialog zur Zukunft der Industrie in den Regionen zu stärken. (mehr dazu auf der Seite ihre-industrie.de)

Masterplan Industrie der Stadt Frankfurt als Modellprojekt ausgewählt

Das Kompetenzzentrum Industrie beteiligt sich an dem Projekt „Gesellschaftlicher Dialog zur Zukunft der Industrie“, mit dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das „N3tzwerk Zukunft der Industrie“ zu Beginn des Jahres beauftragt hat. Der Masterplan Industrie der Stadt Frankfurt wurde als Good-Practice-Modell ausgewählt.

Der „Gesellschaftliche Dialog zur Zukunft der Industrie“ soll erfolgreiche Industrie-Initiativen und -Bündnisse von Ländern, Regionen und Städten analysieren und gemeinsam mit sechs ausgewählten Industrieinitiativen zielgerichtete Kommunikationsmaßnahmen und einen Leitfaden zur Initiierung neuer kommunaler und regionaler Industriebündnisse in Deutschland erarbeiten.

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Empfang zur Industriekonferenz beim N3tzwerk Zukunft der Industrie

Am Abend des 06.02.2017 fand in den Räumen des N3tzwerks Zukunft der Industrie ein Empfang zur Internationalen Industriekonferenz statt. In entspannter Atmosphäre konnten sich die Gäste aus Politik, Wirtschaft und den Gewerkschaften austauschen und die Entwicklung von N3tzwerk wie auch dem Bündnis Revue passieren lassen.

Der Film gibt Impressionen des Abends wieder und zeigt kurze Statements einiger Besucher:

Sie können sich hier ausserdem noch die fotografische Begleitung des Abends anschauen: