Mehr Investitionen in eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur

Berlin. Anlässlich der aktuellen Debatte um die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur und einem drohenden Engpass an baureifen Projekten hat das Bündnis Zukunft der Industrie Forderungen an die Bundesregierung und die politischen Parteien gestellt.

In der Arbeitsgruppe sind Arbeitgeber- und Industrieverbände, Kammern und die Industriegewerkschaften vertreten. Sie fordern eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, um industrielle Standorte in Deutschland langfristig nicht zu gefährden und Investitionen zu fördern. Die Infrastruktur, die Schlagader industrieller Wertschöpfungsnetzwerke, sei in vielen Regionen verstopft. Zu lange habe Deutschland zu wenig in seine Infrastruktur investiert. Selbst wenn die finanziellen Mittel verfügbar und Umsetzungskonzepte erarbeitet seien, würden viele Maßnahmen viel zu langsam umgesetzt. Die Folgen würden jetzt spürbar. Der Investitionsstau beeinträchtige bereits heute zahlreiche Industrieunternehmen und Arbeitnehmer, zum Beispiel durch längere Transportwege oder Fahrzeiten. Eine Umfrage unter Industrieunternehmen ergab, dass Infrastrukturmaßnahmen zu den drei wichtigsten Faktoren für die Verbesserung ihrer Investitionsbedingungen zählen.

Das Bündnis sieht drei konkrete Handlungsfelder:

  1. Eine bedarfsgerechte Aufstockung der Finanzmittel
  2. Eine effiziente Mittelverwendung und qualitativ hochwertige Umsetzung
  3. Einen integrierten Ansatz bei der Verkehrsinfrastruktur

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Industriegewerkschaften Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erklären als Mitgliedsorganisationen des Bündnis Zukunft der Industrie:

Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB): „Über 10.000 kommunale Straßenbrücken müssen bis 2030 ersetzt werden. Das sind rund 15 Prozent der insgesamt 66.700 kommunalen Straßenbrücken in ganz Deutschland. Darüber hinaus befindet sich jede zweite Brücke in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Die Zeit drängt. Wir müssen jetzt investieren und sanieren, damit unser starker Wirtschaftsstandort nicht durch eine marode Infrastruktur gefährdet wird.“

Dietmar Schäfers, stellvertretender IG BAU-Vorsitzender und Co-Leiter der Arbeitsgruppe „Investitionsstarke Industrie“ des Bündnisses „Zukunft der Industrie“: „Auch deswegen ist eine Aufstockung der Verkehrsinfrastrukturausgaben um insgesamt rund fünf Milliarden Euro über alle staatlichen Ebenen sinnvoll. Gleichzeitig muss bei der Vergabe von Verkehrsinfrastrukturprojekten noch stärker darauf geachtet werden, dass der wirtschaftlichste Anbieter zum Zuge kommt und nicht der billigste. Dies wurde auch im gerade reformierten Vergaberecht verankert. Deswegen regen wir eine gemeinsame Arbeitsgruppe an, die konkretisierende Kriterien für eine faire und wirtschaftliche Auftragsvergabe entwickelt.“

Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA: „Die VDMA-Mitglieder monieren, dass durch die seit Jahren immer schlechter und maroder werdende Infrastruktur und durch die notwendigen Reparaturmaßnahmen bei der Organisation von Schwertransporten große Umwege in Kauf genommen werden müssen. Dies gilt auch für die Erreichbarkeit von Umschlagplätzen, wenn alternative Verkehrsträger wie Binnenschiffe oder die Schiene genutzt werden sollen.“

Dr. Achim Dercks, stellvertretende Hauptgeschäftsführer des DIHK: „Für eine hoch entwickelte, arbeitsteilige Volkswirtschaft sind leistungsfähige Verkehrswege unverzichtbar. Um den Industriestandort Deutschland dauerhaft zu sichern, sollten Engpässe beseitigt und marode Verkehrswege saniert werden. Hierzu brauchen wir eine verlässliche und ausreichende Finanzierung. Ebenso wichtig sind professionelle Planungskapazitäten, damit die Mittel auch verbaut werden können.“

Hier finden Sie die Pressemiteilung auch noch einmal als PDF-Datei.

Frank Iwer folgt auf Markus Kerber

Frank Iwer, neuer Vorsitzende

Berlin. Die Vorstandsvertreter der 16 Mitgliedsorganisationen des N3tzwerks Zukunft der Industrie haben am Dienstag Frank Iwer zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt. Der Leiter Koordinierung und strategische Planung für den Vorstand der IG Metall löst BDI-Hauptgeschäftsführer Dr. Markus Kerber ab. Als stellvertretender Vorstandsvorsitzender wurde Dr. Joachim Lang benannt, der im April Kerber als Hauptgeschäftsführer beim BDI folgt.

Frank Iwer: „Das Bündnis Zukunft der Industrie und das N3tzwerk sind europaweit einzigartig: Industrie- und Arbeitgeberverbände, Industriegewerkschaften, Kammern und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) arbeiten an den Herausforderungen für unsere Industrie. Zusammen sind wir so in der Lage, wichtige Weichenstellungen für die Industrie voran zu bringen.“

Dr. Joachim Lang, stellvertretender Vorsitzender

In sechs Themenfeldern haben die Bündnispartner gemeinsame Positionen entwickelt. Sie beinhalten Forderungen an eine moderne Infrastruktur, die Gestaltung der Energie und Mobilitätswende, die digitale Vernetzung, flexible Arbeitszeitmodelle und die Gestaltung des demografischen Wandels in einer Arbeitswelt von morgen. Eine weitere Aufgabe des N3tzwerks ist es den Dialog zur Zukunft der Industrie in den Regionen zu stärken. (mehr dazu auf der Seite ihre-industrie.de)

Masterplan Industrie der Stadt Frankfurt als Modellprojekt ausgewählt

Das Kompetenzzentrum Industrie beteiligt sich an dem Projekt „Gesellschaftlicher Dialog zur Zukunft der Industrie“, mit dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das „N3tzwerk Zukunft der Industrie“ zu Beginn des Jahres beauftragt hat. Der Masterplan Industrie der Stadt Frankfurt wurde als Good-Practice-Modell ausgewählt.

Der „Gesellschaftliche Dialog zur Zukunft der Industrie“ soll erfolgreiche Industrie-Initiativen und -Bündnisse von Ländern, Regionen und Städten analysieren und gemeinsam mit sechs ausgewählten Industrieinitiativen zielgerichtete Kommunikationsmaßnahmen und einen Leitfaden zur Initiierung neuer kommunaler und regionaler Industriebündnisse in Deutschland erarbeiten.

Lesen Sie mehr auf der Metropolnews-Seite.

Empfang zur Industriekonferenz beim N3tzwerk Zukunft der Industrie

Am Abend des 06.02.2017 fand in den Räumen des N3tzwerks Zukunft der Industrie ein Empfang zur Internationalen Industriekonferenz statt. In entspannter Atmosphäre konnten sich die Gäste aus Politik, Wirtschaft und den Gewerkschaften austauschen und die Entwicklung von N3tzwerk wie auch dem Bündnis Revue passieren lassen.

Der Film gibt Impressionen des Abends wieder und zeigt kurze Statements einiger Besucher:

Sie können sich hier ausserdem noch die fotografische Begleitung des Abends anschauen:

Zukunft im Dialog stärken

logo_netzwerk_dialog_industrie14 starke Partner engagieren sich im N3tzwerk Zukunft der Industrie, um den Industriestandort Deutschland nachhaltig modern zu gestalten, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Arbeitsplätze für die Zukunft sicher zu halten. Unsere Industrie ist ein wesentlicher Garant für Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze und eine sichere und bessere Zukunft für unsere Kinder. In Deutschland arbeiten acht Millionen Menschen in rund 200.000 Industriebetrieben. Hinzu kommen viele industriebezogene Dienstleister. Insgesamt hängen über 15 Millionen Arbeitsplätze von der Industrie ab.

Das N3tzwerk Zukunft der Industrie unterstützt das Bündnis Zukunft der Industrie. Sowohl N3tzwerk als auch Bündnis sind einzigartig: Hier arbeiten Industrie- und Arbeitgeberverbände, Industriegewerkschaften und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) an den Zukunftsherausforderungen für unsere Industrie.

Klicken Sie hier um sich die Broschüre des N3tzwerks herunterzuladen und mehr über das aktuelle Programm und die vielfältigen Aktivitäten zu erfahren.

Sammelband zur Automobilindustrie

Die Automobilindustrie ist eine der industriellen Leitbrachen in Deutschland und international. Sie erfährt in den letzten Jahrzehnten ein starkes Wachstum und eine hohe Profitabilität. Die Branche durchläuft aktuell jedoch auch tiefgreifende Strukturveränderungen. Mit der Herausbildung globaler Wertschöpfungsketten haben sich insbesondere die sogenannten BRIC-Länder als neue Akteure etabliert und nachholende Prozesse eingeleitet, um an die Industrieländer anzuschließen. Doch ihre Situation wird zunehmend schwieriger. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat zu dieser Thematik am 4. und 5. November in Sao Paulo einen internationalen Workshop »Entwicklung der Automobilbranche in Schwellenländern und ihren Auswirkungen auf die Arbeitsbeziehungen und Gewerkschaftsstrategien« durchgeführt. Die Ergebnisse der Diskussion wurden in Form von Länderberichten aus den wichtigsten Automärkten – China, Indien, Russland, Brasilien und Mexiko – in einem Sammelband veröffentlicht, den Sie über folgenden Link (extern) herunterladen können. Der Sammelband beinhaltet auch einen Artikel von Armin Schild und Inge Lippert zum Bündnis und Netzwerk „Zukunft der Industrie“.